Chronische Schmerzen
Schmerzerleben ändern durch Achtsamkeit
Schmerzerleben ändern durch Achtsamkeit
„Jeder von uns ist sich mehr oder weniger darüber im Klaren, dass Schmerzen zu unserem menschlichen Dasein gehören. Weniger bekannt ist allerdings, dass wir durchaus einige Möglichkeiten haben, mit chronischen oder hartnäckigen Schmerzen so umzugehen und zu arbeiten, dass sie nicht zwangsläufig zu unaufhörlichem Leiden und der Zerstörung unserer Lebensqualität führen müssen.
Aber wenn uns der Schmerz wirklich in seinen Krallen hat und die konventionellen medizinischen Behandlungsmethoden nicht zu einer dauerhaften Besserung geführt haben, erscheint es uns schlicht unvorstellbar, durch den Schmerz hindurch jemals zu einer Oase der Heilung zu gelangen.“
Jon Kabat-Zinn
Chronische Schmerzen können das Leben stark beeinträchtigen, doch es gibt einen Weg, wie wir unser Verhältnis zu diesen Schmerzen verändern können: die Achtsamkeit.
Chronische Schmerzen können aus einer Vielzahl von Gründen auftreten. Sie können durch körperliche Ursachen wie Verletzungen, Unfälle oder Operationen entstehen, entzündlich bedingt sein oder sich aus degenerativen Prozessen entwickeln. Nicht selten sind jedoch auch psychische Faktoren wie Depressionen, Angstzustände oder Persönlichkeitsstörungen die Auslöser für Schmerzen. Darüber hinaus gibt es sogenannte „soziale Schmerzen“, die beispielsweise durch Trennung, Trauer oder Verluste ausgelöst werden können. Die Kombination dieser verschiedenen Schmerzarten kann es oft erschweren, die genaue Ursache der Schmerzen und deren Auswirkungen zu erkennen.
Im Rahmen eines achtwöchigen Achtsamkeitskurses lernen Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, einen neuen Blickwinkel auf ihren schmerzbedingten Leidensweg zu entwickeln. Die Annahme und Akzeptanz des Schmerzes kann dazu beitragen, das Schmerzerleben positiv zu beeinflussen.
Oftmals verschlimmern schädliche Denkmuster, Emotionen und Verhaltensweisen die Schmerzsituation zusätzlich. Akzeptanz reduziert den Drang, den Schmerz kontrollieren oder vermeiden zu wollen. Dieser Drang ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass neben dem physischen Schmerz zusätzlich auch psychisches Leiden entsteht.
Durch das Üben von Achtsamkeit und Selbstfürsorge lernen Schmerzpatienten, Verantwortung für ihre Situation zu übernehmen. Sie behalten auch in schmerzgeprägten Zeiten ihre Handlungsfreiheit. Dabei geht es nicht primär darum, den Schmerz auszuschalten, sondern Möglichkeiten zu finden, mit dem Schmerz zu leben und sich schrittweise von selbstverursachtem Leiden zu befreien.
Studien belegen, dass einseitige Therapieansätze, wie die ausschließliche Verwendung von Schmerzmitteln oder chirurgische Eingriffen, oft nur begrenzten Nutzen bringen. Multimodale Therapien, die psychotherapeutische Unterstützung und Achtsamkeitsmeditation einbeziehen, zeigen deutlich bessere Erfolge. Kombinierte Schmerztherapien sind besonders dann ratsam, wenn eine Chronifizierung droht, herkömmliche Therapien keine Wirkung zeigen und die Beschwerden an Häufigkeit und Intensität zunehmen.
Nutzen Sie gerne das Kontaktformular, sofern Sie eine unverbindliche Beratung darüber erhalten möchten, wie ein Achtsamkeitstraining oder bspw. auch ACT Sie im Umgang mit Schmerz unterstützen und Ihnen Ihre Lebensqualität zurück geben kann.